Katharina Leyrer wurde ins Graduate Center für Promovierende des bidt aufgenommen

Unsere Doktorandin Katharina Leyrer wurde ins Graduate Center für Promovierende des bidt – Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation aufgenommen.

»Das Förderprogramm ermöglicht Promovierenden die Vernetzung und Weiterbildung im Bereich Digitalisierung sowie eine finanzielle Unterstützung der Forschungsaktivitäten im Rahmen ihres Promotionsvorhabens.

Promotionsvorhaben von besonders qualifizierten Doktorandinnen und Doktoranden, die einen für die Digitalisierung bedeutenden technisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich relevanten Fokus haben, sollen durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert werden.«

Katharina Leyrer promoviert über Informationsintermediäre:

Selektion und Bias in traditionellen und Internet-Informationsintermediären | Informationsintermediäre im Internet wie Suchmaschinen, Soziale Netzwerk-Seiten und Multimedia-Plattformen nehmen eine Vermittlerrolle zwischen Produzierenden und Rezipierenden von Information ein, indem sie Inhalte auswählen und gewichten. Dies ruft Kritik hervor, da befürchtet wird, dass die Selektionslogiken der Internet-Intermediäre Verzerrungen (sog. Bias) verursachen und dadurch Polarisierung hervorrufen. In der Diskussion wird dabei oft ausgeklammert, dass die Vorauswahl von Information durch Intermediäre kein Spezifikum des Digitalen ist, sondern ebenso durch traditionelle Intermediäre wie Medienangebote (z.B. Zeitungen, Zeitschriften, TV- und Radiosendungen), Buchhandlungen, Verlage oder Bibliotheken vorgenommen wird. Die Dissertation widmet sich daher der Frage, welche Selektionslogiken die Auswahl von Inhalten in Informationsintermediären in traditionellen und Internet-Kontexten bestimmen, worin sich diese Selektionslogiken in den beiden Kontexten unterscheiden und inwiefern sie jeweils Verzerrungen verursachen.

Jüngste Publikation:

Leyrer, Katharina: Bye, Bye, Bias! Digital-Humanities-Projekte informationsethisch überprüfen und gestalten mit Value Sensitive Design. In: Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften. (2021) H. Sonderband 5. DOI: 10.17175/sb005_003

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg