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Bibliothekskunde Praxisorientiert

»Im November 1996 konnte der UniKurier aktuell verkünden: ›Der Studiengang Buch- und Bibliothekskunde bleibt an der FAU erhalten.‹ Inzwischen ist die Professur mit Prof. Dr. Ursula Rautenberg besetzt. Jetzt steht im Zuge dieser Neubesetzung eine mittelfristige Umgestaltung des Faches an.

Prof. Ursula Rautenberg, die 1989 in Bochum mit einer Schrift zu Überlieferung und Druck. Volkssprachliche und lateinische Legenden im Kölner Inkunabel- und Frühdruck aus Kölner Offizien habilitiert wurde und zuletzt Mediävistik an den Universitäten in Heidelberg und Essen  lehrte, skizziert ihre Pläne für Erlangen: ›Der bisherige historische Schwerpunkt wird nicht angetastet. Im Interesse der Studierenden, die mit einem Magisterexamen im ersten Studienfach ihre berufliche Perspektive im Verlagswesen und Buchhandel suchen, sollen jedoch berufspraktisch orientierte Ausbildungsschwerpunkte hinzukommen.‹

Erste Ansätze sind bereits gemacht. So führte im Sommersemester Dr. Frank Rainer Max, im Reclam Verlag Stuttgart als Lektor und Mitglied der Geschäftsleitung zuständig für den Bereich der deutschen Literatur, in die Lektoratspraxis in einem Klassikerverlag ein. Für das Wintersemester hat Dr. Rainer Moritz, Programmchef im Reclam Verlag Leipzig, einen Lehrauftrag übernommen. Sein Thema: Wie findet man einen Bestseller? Verlage und Gegenwartsliteratur.

Ebenfalls zum Wintersemester wird der Lehrbetrieb im sogenannten Medienraum aufgenommen. An einer begrenzten Zahl von studentischen Arbeitsplätzen wird die Möglichkeit geboten, die Praxis des elektronischen Publizierens und der DTP anhand von Computern und Programmen zu erlernen, wie sie auch in professionellen Druckereien und Verlagen verwendet werden. Darüber hinaus werden Übungen zum modernen Buchwesen angeboten.«

Aus: FAU Unikurier aktuell (Juli 1997): Bibliothekskunde Praxisorientiert.